Notizen

15. Der Teufel

15. Der Teufel Kategorie "Großes Arkanum" (Hauptkarte): diese Tarotkarten zeigen die großen metaphysischen Zusammenhänge und die globalen Gesetze des Lebens. Hier geht es um das Grundsätzliche. Sie sind immer ein Hinweis auf bedeutungsvolle, übergeordnete Zusammenhänge.

Stichworte: Leidenschaft, Anhaftung, Gier, Verführung, Körperlichkeit, Sinnlichkeit, Abhängigkeit, Humor, Realist, Kundalini.

Bedeutung: Der Teufel ist eine oft moralisierte und missverstandene Tarotkarte. Er steht da, tiefrot wie das Wurzelchakra, in dem die Kundalini Energie als zusammen gerollte Schlange schläft. Seine Körperhaltung ist dynamisch und scheinbar bereit, sich auf etwas zu stürzen, es zu ergreifen und festzuhalten (Anhaftung). Sein Schwanz symbolisiert seine animalische Kraft und deutet auf das Wurzelchakra am Steißbein. Der Himmel ist feurig orange-rot und steht für seine Leidenschaft und Kraft. Der Teufel ist nichts anderes, als unser menschliches, körperliches und biologisches Erbe, das jeder von uns mit sich trägt. Seine Realität zu verleugnen wäre genauso unsinnig, wie sie moralisch zu verteufeln, wie die Kirche das seit geraumer Zeit getan hat. Das führt nur zu Störgefühlen. Im Yoga kennt man die Körperchakren, verschiedene Energiezentren mit besonderen Eigenschaften wie z.B. das dritte Auge. Das sogenannte Wurzelchakra (Muladhara) im Steißbein steht für die rohe irdische Energie, die durch den Teufel verkörpert wird. Sie kann transformiert und spirituell genutzt werden.

Wenn der Teufel als Tarotkarte auftaucht ist das meist ein Zeichen dafür, dass Anhaftung und Leid im Spiel ist. Anhaftung meint Abhängigkeit und Versklavung an etwas oder jemanden. Aber in seiner erhöhten Form ist die Energie des Teufels eben auch Humor, moralisch befreite Sinnlichkeit und die Möglichkeit durch Kundalini Yoga, diese mächtige Energie zu wecken und zu kanalisieren.

Erleuchtung durch den Pfad der Kundalini: Ein Leitfaden für ein positives spirituelles Erwachen und die Überwindung des Kundalini-Syndroms

In der Liebe geht es jetzt um pure Sinnlichkeit und Lust aber auch um Abhängigkeit und Hörigkeit. So etwas kann schnell gefährlich und leidvoll werden. Verlieren sie also nicht den Kopf. Erinnern sie sich daran, dass die wahre Freude und Freiheit in ihrer inneren Stille wohnt. Sie ist von nichts und niemandem abhängig. Körperliches Vergnügen ist angenehm aber nur solange es freiwillig geschieht. In einer Beziehung könnte es jetzt einerseits um eine Überbetonung der Sexualität gehen aber auch um psychische Abhängigkeit und Unfreiheit. Das führt immer zu leidvollen Erfahrungen. Es ist Zeit, sich davon zu lösen. Freiheit ist grundsätzlich wichtig, damit die Liebe blühen kann. Wo starke Anhaftung ist, da ist keine Freiheit und wo die Freiheit fehlt gibt es keine Liebe. In solch einer Atmosphäre keimen meist Machtkämpfe und vielleicht sogar Hass. Je eher sie aus der Sache heraus kommen, desto besser.

Finanziell steht jetzt eine ungebremste Gier im Vordergrund. Dieser Ehrgeiz treibt sie einerseits an, ist aber gleichzeitig der Nährboden für leidvolle Erfahrungen. Denn früher oder später müssen sie sich von ihrem Gewinn und ihrem Besitz trennen und das wird ihnen dann schwer fallen. "Für einen Reichen ist es so schwer in das Himmelreich zu kommen, wie für ein Kamel durch ein Nadelöhr zu gehen." heißt es in der Bibel. Bei aller Energie, die der Teufel in sich trägt steht doch die Gier meist im Vordergrund. Versklaven sie sich nicht an materiellen Erfolg. Im Beruf möchten sie jetzt mit allen Mitteln Erfolg haben und es könnte sein, dass sie einen unsauberen Weg wählen, der mehr Profit für sie verspricht. Damit handeln sie sich allerdings auch eine Menge Ärger ein, selbst wenn sie nicht erwischt werden. Gier und Anhaftung führen automatisch immer zum Leid, sie sind die Ursache allen Leids. Sie machen sich selbst am Ende von etwas abhängig, das ihnen Freude bereiten sollte. Und dann können sie die Frucht ihrer Anstrengungen nicht einmal genießen. Wahrer Reichtum kennt Mitgefühl und Großzügigkeit.

Ohne Schlamm kein Lotos: Die Kunst, Leid zu verwandeln

(als PDF oder auf Papier)

23.09.2018




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Zitat

Der Weise ist nicht gelehrt, der Gelehrte nicht weise. Laotse



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