Notizen

16. Der Turm

16. Der Turm Kategorie "Großes Arkanum" (Hauptkarte): diese Tarotkarten zeigen die großen metaphysischen Zusammenhänge und die globalen Gesetze des Lebens. Hier geht es um das Grundsätzliche. Sie sind immer ein Hinweis auf bedeutungsvolle, übergeordnete Zusammenhänge.

Stichworte: Explosion, Zerstörung, Krise, Trennung, Befreiung, Verwandlung, Revolution, Erneuerung.

Bedeutung: Der Turm ist nach dem Tod die meist gefürchtete Tarotkarte. Man sieht einen in Flammen gehüllten Turm, in dem es eine Explosion gab. Der Himmel ist schwarz vom Rauch, die Erde dunkel. Beim Turm geht es um eine ganz plötzliche und unerwartete Veränderung, die uns erzittern lässt. Es werden alte Strukturen zerstört weil ihre Zeit abgelaufen ist. So wie sich eine Schlange häuten muss, um zu wachsen brauchen wir auch hin und wieder einen "Tapetenwechsel" und das passiert beim Turm mit einem großen Knall. Danach stehen wir zwar vor einem Trümmerhaufen aber wir haben auch mehr Raum, um etwas neues aufzubauen. Und dieses Neue ist keine Kopie des Alten, sondern etwas wirklich neues, das uns meist in eine ganz neue Richtung führt. Die Strukturen, um die es geht müssen nicht zwangsläufig materiell sein. Es können auch unsere Glaubensvorstellungen sein, oder Erwartungen an eine bestimmte Person oder an das Rechtssystem. So der so öffnet uns der Turm - zwar gewaltsam - die Augen und schenkt uns eine kostbare Gelegenheit bei Null anzufangen.

In meinen Wanderjahren als Tarot Wahrsager kam ein junger Millionär zu mir, der durch Erbschaft zu seinem Vermögen gekommen war. Es ging um eine Geschäftsidee, bei der er seine restlichen 2 Millionen aufs Spiel setzen wollte. Ich riet ihm ab und sagte, das würde nichts werden, obwohl ein gutes Potential vorhanden sei. Er hätte jedoch in sich so viel zerstörerische Energie, dass er das Geschäft ruinieren würde. Und so kam es auch. Ich sah ihn ein Jahr später einen Eiswagen schieben und fragte ihn, wie es ihm ginge. Er sagte "Ich bin jetzt zwar arm aber ich fühle mich zum ersten mal im Leben frei und glücklich."

Heilung aus eigener Kraft: Der effektive Weg aus Krankheit, Krise und Konflikt

In der Liebe geht es jetzt um plötzliche Trennung, Desillusionierung, aus allen Wolken fallen und um Katastrophen aller Art. Der Turm ist Drama pur und wirbelt alles durcheinander, so dass sie das Gefühl haben, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Diese Zeit ist gewiss kein Spaß aber es ist auch eine Reinigung, denn sie selbst haben durch ihre Haltung, ihre Ansichten und ihr Verhalten die Energie kanalisiert, um dieses Erlebnis auszulösen. Es ist aber ein gutes Zeichen, obwohl das erstmal falsch klingt. Es zeigt, dass sie jetzt für den nächsten Schritt zum wahren Glück bereit sind, so schmerzlich die Trennung auch sein mag. Seien sie guter Dinge. Es wird am Ende alles gut. "Ende gute, alles gut." sagte einst Shakespeare.

In einer Beziehung werden sie sich entweder vom Partner überraschend trennen weil eine "Bombe hochgegangen" ist oder die Angst vor der Trennung steht im Raum. Manchmal ändert auch ein Partner ganz drastisch seine Einstellung und dann bedeutet der Turm einen Sinneswandel. Dann kann der Turm auch eine positive befreiende Wirkung haben. Es ist jetzt an der Zeit diese transformierenden Kräfte zuzulassen und sich ihnen nicht zu verschließen. Gewiss, das fühlt sich nicht gerade gut an aber es ist bittere Medizin und die hilft bekanntlich immer am besten. Sehen sie ein, dass sie grundlegend etwas ändern müssen. Entweder in der Art wie sie ihren Partner sehen, wie sie ihn behandeln oder wie sie zu der Art, wie sie behandelt werden stehen. Aber sehen sie auch das Positive. Sie haben sich diese Situation erschaffen, weil sie bereit sind, für ihre Freiheit einzustehen. Sie haben jetzt den nötigen Raum, um eine Zukunft nach ihren neuen Maßstäben aufzubauen und glücklicher zu werden.

Finanziell stehen sie wahrscheinlich vor dem Ruin. Jedenfalls werden sie große Verluste einfahren und fassungslos sein. Das haben sie nicht kommen sehen! Wie konnte das passieren? Nun, das Leben läuft zum einen zyklisch. Nach Martin Armstrong dauert ein Zyklus ca. 8,5 Jahre und dann stirbt ein Projekt ganz oder es ändert sich grundlegend. Auf der anderen Seite hat es etwas mit ihnen und ihrem Schicksal zu tun. Vielleicht trugen sie insgeheim den Wunsch nach Veränderung in sich und sind jetzt fast froh, dass sie gezwungen werden, ihre finanziellen Kanäle zu erneuern. Im Beruf kommt es jetzt um plötzlichen Kündigung oder darum, eine "Bombe hochgehen" zu lassen. Aber bei aller Dramatik können sie dankbar für die reinigende und befreiende Wirkung dieses Ereignisses sein. Vielleicht gab es schwere Probleme in ihrer Firma, die letztlich alle belasteten. Da tat der Knall eigentlich ganz gut. Die Situation ist jetzt auf jeden Fall wie sie ist. Wenn sie sich vom Schock erholt haben werden sie sich eine neue bessere Zukunft aufbauen. Sie werden im Nachhinein, vielleicht erst in einigen Jahren, den wahren Sinnzusammenhang deutlich erkennen und dankbar sein.

Krise als Chance: Wie man Krisen löst und zukünftig vermeidet

(als PDF oder auf Papier)

21.11.2018




Anregungen


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Zitat

Du abscheuliches Ding! Ich glaube gar, ich bin in Dich verliebt! Seit gestern, da ich nämlich Deinen kritzligen Brief erhielt, hab ich ihn schon dreimal gelesen. Franz Grillparzer



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